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Bauchkrankheiten

 

Bauchkrankheiten und ihre chirurgische Behandlungsmethoden

Baucherkrankungen gehören in der heutigen Zeit zu den am häufigsten diagnostizierten Erkrankungen des Menschen. Bei Abdominalerkrankungen handelt es sich um Erkrankungen der Organe und der organischen Struktur im Bauchraum (Abdomen), die sich in unterschiedlichsten Symptomen zu erkennen geben. Da diese Krankheitszeichen facettenreich und komplex in Erscheinung treten können, erweist sich die Diagnosestellung als nicht immer ganz einfach.

Was sind die Symptome?

Bei akuten Baucherkrankungen gehören plötzlich stark auftretende, kolikartige Bauchschmerzen zu den häufigsten Symptomen und können von weiteren Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall (Diarrhö), Verstopfung (Obstipation), Fieber, Nachtschweiss oder Blässe begleitet werden. Solche Symptome erfordern eine schnellstmögliche ärztliche Abklärung.

Wie wird die Patientin/der Patient untersucht?

Behandlung BauchkrankheitenDer jeweils zuständige Haus- oder Facharzt muss die Patientin/den Patienten als erstes über ihre/seine gesamte Krankheitsgeschichte befragen (Anamnese) und anschliessend gründlich untersuchen (Status). Dabei sind auch die Kontrollen von Puls, Blutdruck, Atmung und Körpertemperatur von grosser Wichtigkeit und können Hinweise über Art, Intensität und Ausmass der Erkrankung geben.

Schliesslich können zur endgültigen und eindeutigen Krankheitsbestimmung auch Ultraschall- und Röntgenaufnahmen, Bauchspiegelungen oder umfangreiche Blutuntersuchungen erforderlich sein.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

UntersuchungZur Behandlung der diagnostizierten Abdominalerkrankungen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen gibt es spezielle Medikamente, die für eine adäquate Behandlung bereits ausreichend sein können. Zum anderen gibt es die chirurgische Behandlung, wobei zwischen einer laparoskopisch (Schlüsselloch) durchgeführten und einer offenen Operation (Laparotomie) unterschieden werden muss.

Bei einer laparoskopischen Operation handelt es sich um einen minimal invasiven Eingriff, bei welchem die Operation mit speziellen Instrumenten über kleine Einstichstellen durchgeführt werden kann. Dabei wird der Bauchraum mit Gas (z.B. Kohlendioxid) aufgeblasen, um so eine möglichst optimale Sicht und Orientierung in der Bauchhöhle gewährleisten zu können. Bei einer Laparotomie muss die Bauchhöhle mit einem Bauchdeckenschnitt (Längs- oder Querschnitt) geöffnet werden - es handelt sich hier immer um eine grössere chirurgische Intervention.

Grundsätzlich müssen vor beiden Eingriffen die Kriterien der Operabilität und Resektabilität beurteilt werden. Während die Abklärung der Operabilität (Herz, Lunge, Nieren und Leberfunktionen) durch die Inneren Medizinern erfolgt und eine Aussage darüber gibt, ob die Patientin/der Patient überhaupt operiert werden darf, muss der Chirurg aus zweidimensionalen Abbildungen (z.B. Röntgenaufnahmen) beurteilen, ob ein Befund überhaupt technisch entfernt werden kann.

Als ehemaliger Viszeral- und Transplantationschirurg am Inselspital in Bern hat sich Prof. Baer auf das gesamte Spektrum offener und laparoskopischer Operationen spezialisiert.

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